Alkoholdiät Teil 10 - Der Zürich Bierfestival-Vorfall

Alkoholdiät Teil 10 - Der Zürich Bierfestival-Vorfall

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Immer wieder einmal legte ich meine Alkoholdiät (im Grundsatz: ordentlich kredenzen; olé, zu viel essen; böööse!) periodisch, fatalerweise, ad acta. Ein vernünftiges Gewicht hatte ich letztmals im Herbst 2021 und dann vielleicht auch im Sommer 2022 nochmals. Seit dann kämpfe ich verzweifelt um meine körperliche Würde. Seit Anfang März dieses Jahres 2025 befinde ich mich nun wieder im Abnehmen-Modus und habe aktuell etwas über sieben Kilogramm runter. Es ist noch ein weiter Weg ans Ziel …

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Die Spannung steigt, hinter dem Tresen werden die Degustationsgläser und Festivalbänder parat gelegt …

Das Programm hat sich seit meinem ersten Artikel nicht wirklich verändert, ich lese nur ein anderes Buch (K-Tipp- anstatt Alan-Carr-Ratgeber) und ich gehe nicht mehr ins Gym, sondern runter in den Keller für die Fitness. Stets waren gute Ausreden zur Hand, um das Programm auszusetzen; eine Grippe, eine Entzündung im Arm und so weiter. Damit ist jetzt Schluss! Wo ein Wille ist, ist ein schlanker Wermutwolf!

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Endlich drin! Noch fast leer. Los gehts!

Die wichtigsten Punkte, nebst genug Bewegung, sind der Verzicht auf Food Porn wie Pizzas und im flüssigen Bereich auf Tiki-mässige Cocktails, die mit ihren Früchten und exzessiven Alkoholika-Mischungen volle Kanne auf die Hüften gehen. Und halt generell einigermassen Mass halten. Friss die Hälfte. Sauf ein kleines Bisschen weniger …

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Rechts auf dem Schild ein sogenanntes Geek Beer – Es schmeckte mehr nach Sherry als nach Bier. Satte 13 Volumenprozente!

Nun stand also wieder unser geliebtes Zürich Bierfestival an. Wie schon letztes Jahr hatte ich einen Platz in der Warteschlange, der ziemlich weit vor Saschas Platz war. Ich war heuer sogar Besucher Nummer Drei, der sich in die heiligen Hallen der hopfigen Freuden begeben konnte. Als Beer Geeks hatten wir natürlich Tickets für den Früheintritt gekauft, da man zwischen 16 und 18 Uhr sogenannte Geek Beers an den Ständen beziehen konnte, exklusiv für Bier-Nerds.

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Und auch hier: 10 Alkoholprozente! 12 %!

Schon am ersten angepeilten Stand fragte ich, ob sie ein Geek Bier anböten. Die Dame verneinte und fragte einen vorbeilaufenden Typen von einem anderen Stand, ob sie eines hätten, was er bejahte. Irritiert fragte sie ihn, wie man denn zu dieser Ehre käme, da sie nicht angefragt worden seien. Na ja, diese organisatorischen Fragezeichen sind bei diesen Events keine Seltenheit, machen auch einen gewissen Charme aus, jedenfalls für uns Besucher …

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Flüssiges Kokain, Double IPA, 9 % und Schokolade-Chili-Vanille-Zimt-Bier mit 8 %! Ich meine, hallo?! Beides war speziell, sehr lecker!

Diesen Charme empfinde ich auch, wenn ich mich mit meinen vielen angetrunkenen Kilos umsehe und eine stattliche Anzahl Bierbäuche erblicke. Brüder im Geiste … Oder auch die im Laufe des Abends anständig beschwipsten Cervizia-Geniesser, die eben gerade nicht dem Zeitgeist frönen, möglichst nüchtern und durchtrainiert umherzustolzieren, sondern sich dem Genuss so richtig hingeben. Wobei ich bisher nie überbordende Szenen erlebte, man trinkt ohne Reue, doch mit Haltung.

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Der Stand von Dr. Gabs. Goldene Götter! War cool, Dich kennenzulernen, Sam!

Wie schon letztes Jahr sah ich mir auch wieder einen Workshop an. Ungleich letztem Jahr lief dieser jedoch relativ unbeholfen-chaotisch ab. Zuerst funktionierte die Technik nicht. Dann stellte sich heraus, dass der Belgier vermutlich besser Französisch als Englisch spricht (Ähhhhh, ähhhhh). Dann wurde er verbal von der Vorrednerin des vorangegangenen Workshops (Deutschland) öfters gekapert. Und ein Angestellter einer nochmals anderen Brauerei versuchte zu vermitteln, auszuhelfen. Aber es war irgendwie lustig.

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Workshops gab es noch immer, einen Shop nimmer …

Auch ein Unterschied zum Vorjahr war, dass es keinen bierigen Shop im Erdgeschoss des Spirgartens mehr gab. Gerne hätten wir Wölfe uns noch mit flüssigem Gold für zu Hause eingedeckt. Oder wieder ein T-Shirt gekauft, was Passanten gleich offenbart, mit wem sie es zu tun haben. Nun ja. Aber kommen wir zum eigentlichen Thema.

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Ja genau, das ist kein Schreibfehler: Bourbon Stout mit Crème Brulée … Das gab mir dann so ziemlich den Rest …

Wenn man viele Biere trinkt, wie an einem Bierfestival, dann kriegt man Lust auf fettiges Essen. Und natürlich habe ich mich bei den Food-Ständen wieder so richtig bedient. Und wie ihr den Bildern vom Festival entnehmen könnt, waren es oft sehr starke, kalorienhaltige Biere. Am nächsten Tag stand ich nervös auf die Waage und war erstaunt, dass ich kein Bisschen zugenommen hatte.

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Ja, auch so ein herrliches Crêpes gönnte ich mir …

Die Moral von der Geschicht: Ab und zu ein Cheat-Day macht nichts, wenn man seinem Programm sonst treu ergeben folgt. Es benötigt ein wenig Disziplin, am Folgetag nicht gleich wieder so heftig reinzuhauen, doch das ist halb so wild. Wenn man nicht mehr ausschliesslich Partys feiern will, muss man nicht gleich ins Kloster eintreten. PS: Diese Woche, am Freitag, 25. April, ist Tag des Schweizer Bieres. Geht wie ein goldener Gott mit Schaumkrone, aber geht, support your local brewer, carajo!