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24 Aug. 2026
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Eye Candy im August: REDL
Bild: zVg.

Eye Candy im August: REDL

Hallo REDL, magst du dich kurz vorstellen und etwas zu deinem Werdegang erzählen?

Ich bin Patrick «REDL» Wehrli, 57 jährig aus Zürich. Gelernter Foto-Retoucheur und Illustrator. Ich gehöre zur ersten Generation europäischer Graffiti Künstler und habe mein erstes Bild 1983 gesprayt. Die neue Kunstbewegung in der Grauzone der Legalität hat mich damals komplett aufgesogen. Ich bemalte die Welt von Zürich über Paris, Berlin, Amsterdam bis New York und Quito.

Seit 1994 arbeite ich als selbstständiger Künstler im Urban Art Bereich. In diesen mehr als 30 Jahren realisierte ich im In- und Ausland zahlreiche Projekte. Spezialisiert habe ich mich auf grossflächige Murals im öffentlichen Raum, oft als komplexe 3D Anamorphic Murals inszeniert, wo  bei einem bestimmten Blickwinkel faszinierende optische Täuschungen entstehen.

 

Wo bist du daheim?

Geboren, aufgewachsen und wohnhaft in Zürich Nord. Irgendwo im Dreieck von Unterstrass, Oerlikon und Affoltern.

 

Und wo fühlst du dich daheim?

Natürlich in Zürich. Aber auch überall dort, wo meine Familie und Freunde sind. Eine spezielle Verbindung habe ich zum Nordosten von Brasilien. Auch dort, an der Atlantikküste, südlich von Fortaleza fühle ich mich zuhause!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben?

Ich pflege bewusst ein breites Spektrum der Urban Art.  Vom 3D Graffiti Lettering bis zu sehr illustrativen Arbeiten von Mensch, Tier und Natur. Stets mit mit viel Liebe zum Detail, einem überzeichneten Realismus und einem hohen Anspruch an Qualität.

 

Was möchtest du damit auslösen?

Im Idealfall ein spontanes «WOW-Gefühl» bei den Betrachter:innen. Schön ist, wenn die Menschen nicht nur flüchtig hinblicken, sondern «gezwungen» werden mehrfach und genauer hinzuschauen und sich für ein paar Momente in meiner Bildwelt verlieren.

 

Welcher Song beflügelt dich?

Uff, da gibt es ganze Playlists…. Aber momentan pusht mich: «Guacamole» von Baze vom Album Brot! Geiles Album!

Was macht dir, neben deiner Kunst, besonders Freude?

Klingt Kitschig, ist aber so. Wenn meine Familie gesund ist. Den Kopf lüfte ich wunderbar, wenn ich mit meinen Freunden 2 Std. Tennis spiele. Auch ein (oft schlechter) FCZ-Match mit meinen «Hallygally» Kollegen ist ein super Ventil. Vor ein paar Jahren war die Musik noch mein steter Begleiter. Als einer von vier MCs bei Radio 200’000.

 

Hast du ein Lieblingswerk unter deinen Werken?

Im Idealfall immer das letzte Bild, weil ich mich ja stets verbessern will… Natürlich lassen das die Konditionen, die Wandfläche oder sonstige Vorgaben nicht immer zu.

Heute ist es aber tatsächlich so… Mein Lieblinswerk zurzeit: Das Mural «RZ» an der Riedtlistrasse in Zürich. Ausgeführt im Mai 2026.