
Eye Candy im Mai: Marlène Pichler
Hallo Marlène, magst du dich kurz vorstellen und etwas zu deinem Werdegang erzählen?
Hey, ich bin Marlène (sie/ihr), bildende Künstlerin und liebe die Malerei, seit ich mich erinnern kann. Mit 4 Jahren hatte ich in Zürich Altstetten sogar meinen ersten Malwettbewerb gewonnen. Als ich mir aber mit 15 Jahren eine Ausbildung suchen musste, entsprach kein gestalterischer Lehrberuf meinen Vorstellungen von Kreativität. Deshalb entschied ich mich, eine Ausbildung als Fachperson Betreuung zu machen. Die Gestalterische Berufsmaturitätsschule eröffnete mir die Möglichkeit eines Kunststudiums. Nach einer zweiten beruflichen Neuorientierung habe ich deshalb beschlossen meinem Herzen zu folgen, und mich an der Hochschule Luzern für Design & Kunst beworben. Hier hatte ich das erste Mal in meiner Berufslaufbahn das Gefühl, am richtigen Ort unter Gleichgesinnten zu sein. Nach dem Bachelor in Fine Arts schloss ich den Master in Art Teaching ab. Seither arbeite ich als Künstlerin in meinem Gemeinschaftsatelier und mache Stellvertretungen als Lehrerin im Fach Bildnerisches Gestalten.
Wo bist du daheim und wo fühlst du dich daheim?
Da, wo ich viele Lieblingsmenschen um mich habe und da, wo ich mich eingenistet habe. Das ist momentan hauptsächlich in der Stadt Zürich.
Wie würdest du deinen Stil beschreiben?
Expressiv, sinnlich, manchmal unheimlich.
Was möchtest du damit auslösen?
Eine Ambivalenz zwischen Anziehung und Distanz. Diese Ambivalenz drücke ich auch in meinem Medium aus.
Meistens erstelle ich ein Bild zuerst digital und drucke es danach auf einen Träger aus, um es in einem zweiten Schritt mit Pinsel und Farbe bemalen zu können. Die Perfektion des digitalen Bildes hat etwas kühles und befremdliches an sich, aber durch gewisse glänzend farbige Texturen auch wieder etwas sehr anziehendes. Mit dem unmittelbaren Farbauftrag durchbreche ich diese kühle Ästhetik und bringe (m)eine Bewegung ins Bild.
Welcher Song beflügelt dich?
Kommt auf meine Stimmung an. Sweet von Porridge Radio geht fast immer.
Was macht dir, neben deiner Kunst, besonders Freude?
Mit Lieblingsmenschen tanzen gehen, Abenteuer erleben, zusammen essen oder Filme schauen und wenn ich alleine bin lese ich gerne.
Hast du ein Lieblingswerk unter deinen Stücken?
Immer die neusten. Das ist momentan unter anderem das Bild Okeanos Töchter.
Unsere Leser:innen werden nun einen Monat lang jeden Morgen deine Bilder in ihrem Posteingang finden. Möchtest du ihnen etwas mitgeben?
Ich wünsche mir, mit meinen Bildern Emotionen auszulösen. Freude, Irritation, Wiedererkennung…
