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Rons Bucketlist: 11 Ideen für deinen Stadtsommer
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Rons Bucketlist: 11 Ideen für deinen Stadtsommer

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Bild: Unsplash/Stephan Hinni

1. Du sollst nach Solothurn

Hand aufs Herz: Wann warst du das letzte Mal in Solothurn? Eben. Dabei gibt die schönste Barock-Metropole (Jawohl, METROPOLE) doch so viel her. Die Altstadt ist autofrei, die Aare lädt zum Schwimmen und Verweilen ein und überall findest du die Zahl 11. Elf Brunnen, elf Kirchen, sogar das lokale Bier heisst «Öufi». Die Zahl geht auf elf Landvogteien und elf Handwerkszünfte zurück – eine schöne Tradition. High elev- ehm, five.

2. Finde ein neues Lieblings-Festival

Du warst gefühlt schon achtmal am Paléo und kennst die Getränkekarte jeder Bar des OpenAir St. Gallens auswendig? Dann ist es Zeit, ein neues Festival zu entdecken. Und zwar eins, für das du dich nicht in einen überfüllten und überhitzten Shuttlebus zwängen musst. Mein Tipp dafür ist das Sound of Glarus, hier buhlen vom 27. bis 29. August das Who’s who der Schweizer Musikszene und die wunderhübsche Bergkulisse um deine Aufmerksamkeit. Das Lineup bringt Generationen zusammen: Stephan Eicher, der seit Jahrzehnten mit leiser Wehmut entzückt, trifft auf Mimiks, dessen Rap-Poesie die Pausenplätze gleichermassen dominiert wie die Hitparade. Lo & Leduc, Kunz und Florian Ast sind ebenfalls am Start und die Schlange vor den ToiTois ist sicher ein gutes Stück kürzer.

3. Lass das Handy liegen

Auch auf das Risiko hin, dass ich hier wie ein technophober Boomer klinge: Gönn dir einen Tag offline. Kein Scrollen, kein Mailcheck im Halbschlaf, keine Reels über Leute, die produktiver sind als du. Pack das Ding in die Schublade und schau, wie es sich anfühlt. Zu Beginn wahrscheinlich gar nicht mal so gut. Dieser Reflex, alle vier Minuten zum Telefon zu greifen, sitzt tiefer, als uns lieb ist. Aber irgendwann wird der Tag plötzlich sehr lang und du merkst, wie viel Zeit du hast. Zeit für eine der anderen zehn Ideen aus diesem Listicle.



Du hast plötzlich ganz viel freie Zeit und weisst überhaupt nicht, was anfangen damit? Kein Problem: Auf der Webseite von Schweiz Tourismus findest du Inspiration und Ideen für dein nächstes Stadtsommer-Erlebnis.
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4. Gönn dir etwas Kultur

Der Schweizer Sommer funktioniert so: paar Tage Affenhitze, dann ein Wolkenbruch, der dir den Grillabend versaut. Für genau diese Stunden gibt es die Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» in Winterthur. Die Villa hat eben erst nach langer Renovation wieder aufgemacht und drinnen hängen über zweihundert Werke von Cézanne über van Gogh bis zum frühen Picasso und damit Werke, die auch Kunstbanausen wie ich schätzen.

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Bild: Unsplash/Rocky Xiong

5. Apropos Regen: Gib dir die volle Dosis Petrichor

Es gibt ein Wort für diesen Geruch nach dem ersten Regen auf heissem Asphalt, diese erdige, leicht süssliche Wolke, die aufsteigt, sobald die ersten Tropfen fallen: Petrichor. Ausgetüftelt haben den Begriff zwei australische Forschende in den Sechzigern und ich bin mir ziemlich sicher, dass mindestens einer davon high war. Aber wie auch immer: Das nächste Mal, wenn nach Tagen der Hitze endlich der Himmel aufmacht, stell dich ans offene Fenster, Augen zu, tief durch die Nase einatmen. Fürs maximale Geruchserlebnis empfehle ich einen Trip an den Sechseläutenplatz.

6. Apropos Wasser: Probiere eine neue Sportart

Schwimmen kannst du, Pedaloboote steuern ebenfalls. Aber gelüstet es dich manchmal nicht nach einer Wasseraktivität mit etwas mehr Pfupf? Ich habe im letzten Jahr Windsurfen für mich entdeckt und auch wenn ich nach wie vor eine Pfeife bin, möchte ich dir die Sportart wärmstens ans Herz legen. Möglichkeiten hast du hierzulande auf nahezu jedem grösseren Gewässer, konkret würde ich dir aber den Luganersee empfehlen, weil das Panorama einfach majestätisch ist. Und weisst du, was nicht majestätisch ist? Ich, auf dem Board.

7. Geniesse einen Sonnenuntergang

Wohnst du im Kanton Zug? Glückwunsch zum guten Lohn. Der Fairness halber will ich aber etwas empfehlen, das auch für den Rest meiner Leserinnen und Leser erschwinglich ist: den Sonnenuntergang. Klingt kitschig und ist es auch ein bisschen. Aber der Blick über den Zugersee auf Rigi und Pilatus, wenn die Sonne dahinter wegkippt und der ganze See kurz in Kupfer getaucht wird, gehört zum Schönsten, was das Mittelland hergibt.

8. Wünsch dir was

Du willst noch einen Tipp für eine Gratis-Aktivität? Kannst du haben: In den Nächten vom 11. bis zum 15. August regnet es Perseiden. Es ist der zuverlässigste Sternschnuppenstrom des Landes und in diesem Jahr trifft das Ereignis sogar auf den Neumond. Das heisst: kein Mondlicht und ein stockdunkler Himmel und damit die besten Bedingungen seit Langem. Überleg dir doch schon mal einige gute Wünsche und falls du wissen willst, was da oben am Firmament sonst noch so läuft, dann schau doch vorher in der Sternwarte vorbei.
 


Je nach Grössenordnung deiner Begehren musst du dich dafür nicht an die Himmelskörper wenden. Das reichhaltige Angebot an Erlebnissen der Schweizer Städte liest dir manchen Wunsch direkt von den Lippen ab. Neugierig?
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9. Friss dich durch Freiburg

Eine Bucketlist abarbeiten macht Hunger, freilich gehört also auch ein kulinarischer Eintrag hier rein und dieser lockt nach *trommelwirbel* … Freiburg. Ich greife dafür auf die hochamtliche Empfehlung der Freiburger Tourismus-Zentrale zurück, weil die a) eh besser Bescheid wissen und das b) der drittletzte Eintrag ist und ich heute noch in die Badi will. Et voilà: 

1. Stopp: Tourismusbüro. City Card abholen und sich über das gesparte Geld freuen
2. Stopp: Café des Grand-Places | Kaffee und ein Pita-Brot mit Hummus zum Warmwerden
3. Stopp: Café de la Marionnette | Ein kühles Getränk und dazu das Lachstatar
4. Stopp: Restaurant La Schweizerhalle. So viel Auswahl. Ich bin überfordert und überlasse dir die Entscheidung.
5. Stopp: Boutique Jorge Cardoso. Ein abschliessender Besuch beim Chocolatier. Hier kannst du nichts falsch machen. 

 

10. Apropos Süsses: Iss dein Kindheits-Glace

Glace geht immer, auch wenn du dich schon durch das halbe Schokoladen-Sortiment gefuttert hast. Aber nicht irgendeins. Dein Kindheits-Glace. Diese eine Sorte, bei der sofort der Badi-Nachmittag hochkommt: nasses Frottee, Pommes-Geruch, Sonnencreme im Gesicht. Oder die Ferien in Italien, wo eine Kugel noch siebzig Rappen kostete und dir über die Hand schmolz, bevor du überhaupt probieren konntest. Unsere Geschmacksknospen sind eine Zeitmaschine und mein Einschaltknopf ist ein weisses Magnum. Was ist deiner? 

11. Park dich im Park

Genug bewegt. Such dir einen Stadtpark, am besten einen, in dem du noch nie warst (dasselbe Prinzip wie beim Festival). Die Schweiz hat unanständig viele und die meisten kosten nichts. Decke ausbreiten, Schuhe weg, Eintrag Nr. 3 beherzigen (Handy aus) – das ist die hohe Kunst des Sommers: das Nichtstun.

Widerspricht das dem Konzept einer Bucketlist? Ehm … schau, der schöne Schmetterling.

 

 

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus entstanden.