
Zaubertrank - Meerrettichwein
Vom Meerrettich wird im Winter die Wurzel geerntet. Fein geraffelt gibt sie zahlreichen Gerichten eine wärmende Schärfe, ob in der Salatsosse, in der Suppe, als Beigabe zu Rauchlachs oder in einer feinen Sosse fürs Fondue Chinoise.

Meerrettich kann man in vielen Läden als Wurzel kaufen, wenn man ihn nicht selbst im Garten zieht – so etwa in der Migros für Fr. 1.40
Frisch geriebener Meerrettich ist wunderbar scharf. Dies verdankt er seinen Senfölen, die übrigens auch antibakteriell wirken. Die Wurzel hat aber noch mehr drauf: Sie ist reich an Vitamin C und Mineralien, was im kalten, kargen Winter ein Segen ist. Darum haben wir schon seit Jahren einen Meerrettich im Garten; vergraben in einem grossen Topf. Denn lässt man dem Meerrettich Freiraum, kennt er kein Halten und wuchert, was das Zeug hält. Eine weitere Warnung: Frischer Meerrettich kann je nach Senfölgehalt ziemlich hart zum Verarbeiten sein; Zwiebelschneiden ist Pipifax dagegen.
Vor einigen Jahren bin ich auf ein Rezept für Meerrettichwein gestossen: Man lässt zwei bis drei Esslöffel geriebene Meerrettichwurzel für zwei bis drei Tage in einem guten Weisswein ziehen. Am einfachsten klappt das in einem Einmachglas. Danach giesst man den Weisswein durch ein Sieb wieder in die Flasche zurück, verschliesst sie und lagert sie im Kühlschrank. Länger als zwei, drei Tage sollte man den Meerrettich nicht ziehen lassen, sonst wird der Zaubertrank zu scharf und intensiv.

Lasst den Meerrettich nicht länger als zwei, drei Tage ziehen, sonst wird das Gebräu zu intensiv
Den Meerrettichwein kann man täglich in einem kleinen Schnapsglas geniessen; am besten vor dem Essen. Denn er bietet nicht nur die erwähnten gesundheitlichen Pluspunkte, sondern wirkt auch appetitanregend.


